Eilmeldung

Eilmeldung

Sicherheit beim Gipfel kommt teuer

Sie lesen gerade:

Sicherheit beim Gipfel kommt teuer

Schriftgrösse Aa Aa

Der G20-Gipfel im kanadischen Toronto wird weiter von Protesten und Ausschreitungen begleitet. Im Vorfeld hatte die Provinzregierung die Polizei mit zusätzlichen Machtbefugnissen ausgestattet, – ein Skandal in den Augen vieler Kanadier. Wer sich nicht ausweisen kann, wird zum Beispiel mit einer Strafe von 500 Dollar belegt oder muss zwei Monate ins Gefängnis. Die neuen Gesetze sollen allerdings nur bis Montag gelten, – bis der Gipfel wieder vorbei ist. Umgerechnet eine Milliarde Euro kostet der Gipfel, der Hauptteil wird für die Sicherheit der Spitzenpolitiker ausgegeben.

Die Staats- und Regierungschefs kommen unterdessen bei ihrem Treffen in einem Luxushotel in Huntsville etwa 220 Kilometer nördlich von Toronto nicht voran. Einzig auf 5,9 Milliarden Euro für Mütter und Kinder in armen Ländern konnte man sich einigen. Fast ein Drittel des Geldes stammt von Nicht-G8-Staaten und Microsoft-Milliardär Bill Gates.

“Ich habe den Eindruck, dass die Staats- und Regierungschefs bei ihren Zusagen dieses Mal sehr vorsichtig waren”, sagte der Gastgeber, Kanadas Regierungschef Stephen Harper. Er hoffe, es werde nicht noch einmal Versprechen geben, die die Regierungen nicht halten wollten oder die sie nicht gut durchdacht hätten.

Und weil die Gipfel-Themen gar so unersprießlich sind, so hieß es, zogen es die Politiker beim Familienfoto am See dann vor, über ganz etwas anderes zu reden, den Fußball und das Spiel Deutschland gegen England am Wochenende.