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Ausschreitungen bei G20-Protesten

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Ausschreitungen bei G20-Protesten

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Bei Protesten gegen den Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer ist es in Toronoto zu Ausschreitungen gekommen. Zunächst hatten mindestens 10.000 Menschen friedlich demonstriert. Dann setzten sich radikale Gipfelgegner vom Protestzug ab.

Drei Polizeiautos wurden in Brand gesteckt oder beschädigt, ebenso TV-Übertragungswagen. Mehrere Autonome gingen mit Knüppeln gegen Bankfilialen und Niederlassungen großer Konzerne vor. Der Bürgermeister Torontos sprach von “einer kleinen Gruppe von Kriminellen”, die extra gekommen seien, um Gesetze zu brechen.

Rund 12.000 Polizisten sind in der kanadischen Wirtschaftsmetropole im Einsatz. Für den Gipfel haben sie Sondervollmachten. Am Sperrzaun zum Tagungszentrum können sie Verdächtige festnehmen, die sich nicht ausweisen und durchsuchen lassen wollen.

Auch gegen die immensen Kosten des Gipfels richtet sich der Protest. Allein die Sicherheitsvorkehrungen und der mehrtägige Großeinsatz der Polizei kosten eine Dreiviertelmilliarde Euro.