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Einigung über Defizite bei G20-Gipfel

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Einigung über Defizite bei G20-Gipfel

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Die zwanzig wichtigsten Volkswirtschaften der Erde – die G20 – haben sich bei ihrem Gipfeltreffen im kanadischen Toronto auf ein konkretes Ziel zur Verringerung der Staatsdefizite geeinigt. Bis 2013 sollen die Defizite der stärksten Industrieländer halbiert werden. Ab 2016 soll dann mit dem Abbau der Schulden begonnen werden. Dies gab die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in bekannt. Die Einigung ist zunächst nicht rechtlich bindend, sondern eine Selbstverpflichtung der Staaten. Sie war von Unterhändlern vorbereitet worden und kam nicht ganz überraschend.

Keine Einigung gab es über eine Reform des globalen Finanzsystems: Schärfere Spielregeln für Banken wird es frühestens im Herbst geben;
im November kommen die G20-Staaten in Südkorea zusammen. Die von der deutschen Bundeskanzlerin geforderte Bankenabgabe traf auf massiven Widerstand. Und der deutsche Vorschlag einer globalen Steuer auf Geldgeschäfte ist vom Tisch.

Am Rande regelten US-Präsident Barack Obama und der britische Premierminister David Cameron eine Fußballwette: Beide brachten Bier an den Tisch, da sich die Amerikaner und Engländer unentschieden getrennt hatten.