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Kirgisen entscheiden über neue Verfassung

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Kirgisen entscheiden über neue Verfassung

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Bei der Volksabstimmung in Kirgistan über eine neue Verfassung nach deutschem Vorbild hat Übergangspräsidentin Rosa Otunbajewa ihre Stimme in der Stadt Osh im Süden des Landes abgegeben. Otunbajewa wollte dort wählen, um zu zeigen, dass die Lage wieder stabil war; hier waren bei Zusammenstößen zwischen Kirgisen und Usbeken Mitte Juni 2000 Menschen ums Leben gekommen.

Die mehr als zwei Millionen Wahlberechtigten können lediglich mit Ja oder Nein über die neue demokratische Verfassung abstimmen.

Das Referendum soll auch eine erste Legitimierung der Übergangsregierung sein, die seit dem Sturz des Präsidenten Kurmanbek Bakijew Anfang April im Amt ist. Die Verfassung sieht den Übergang zu einer parlamentarischen Republik vor; es wäre die erste in Zentralasien.

Etwa 200 internationale Beobachter sind bei dem Referendum im Einsatz. Im Herbst sind erste Wahlen geplant.