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Zum ersten Mal demokratische Wahlen

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Zum ersten Mal demokratische Wahlen

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In Guinea in Westafrika finden zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit der früheren französischen Kolonie 1958 freie, demokratische Wahlen statt. Rund vier Millionen Menschen sind aufgerufen, über einen neuen Staatschef zu entscheiden.

Bisher war Guinea von Diktatoren und dem Militär regiert worden. Der Führer der Militärjunta, General Sekouba Konate, hat diese Wahlen möglich gemacht.

Um das Amt des Präsidenten bewerben sich 23 Männer und eine Frau. Zu den aussichtsreichsten Kandidaten gehört Oppositionsführer Alpha Conde, der unter früheren Machthabern in Abwesenheit zum Tode verurteilt gewesen war und später im Gefängnis sass.

Ebenfalls Chancen haben die Politiker Cellou Dalein Diallo unf Didya Toure, die bereits unter dem letzten Diktator Regierungsposten inne hatten.
Von den Mitgliedern der momentanen Militärjunta stellt sich niemand zur Wahl.

Es wird angenommen, dass es zu einer Stichwahl kommen wird, die für den 18. Juli anberaumt ist.

Wer auch immer die ersten demokratischen Wahlen in Guinea gewinnt, steht vor keiner leichten Aufgabe. Das Land ist zwar reich an Bauxit, Eisen und Diamantenvorräten, die meisten Einwohner sind jedoch arm, viele sind Analphabeten.

Mit Ergebnissen der Präsidentenwahl wird erst in einigen Tagen gerechnet.