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Präsidentenwahl in Guinea

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Im westafrikanischen Kleinstaat Guinea haben rund vier Millionen Bürger gestern bei den ersten freien Präsidentenwahlen seit der Unabhängigkeit 1958 über ein neues Staatsoberhaupt abgestimmt. Um das Amt des Präsidenten bewarben sich 24 Kandidaten. Mouhamed Toure steht einem der Wahlbrüs vor. Seit Sonntagmorgen habe es keine Zwischenfälle gegeben, sagt er, keine Probleme, es seien Delegierte von 16 Parteien vor Ort und bislang habe sich niemand beklagt. Die Wahlen gelten als ein entscheidender Schritt bei der Rückkehr zur Zivilgesellschaft nach gut eineinhalb Jahren Militärherrschaft.

Als einer der Favoriten gilt der langjährige Oppositionsführer Alpha Conde. Auch Sidya Toure von der Unionder Republikanischen Kräfte rechnet sich Chancen aus. Außerdem treten der ehemalige Ministerpräsident Cellou Dallein Diallo und der ehemalige Parlamentspräsident Aboubacar Somparé an, ein langjähriger Freund und politischer Weggefährte des 2008 gestorbenen Langzeitpräsidenten Lansana Conte.

Wegen der zahlreichen Kandidaten gilt eine Stichwahl als wahrscheinlich, Ergebnisse werden nicht vor Mittwoch erwartet.