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Fluggäste sollen auf Rechte pochen

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Fluggäste sollen auf Rechte pochen

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Was tun, wenn Flüge ausfallen oder Gepäck verloren geht? Kurz vor den Sommerferien will die EU-Kommission europäische Flug- und Zugpassagiere mit einer Aufklärungskampagne besser über ihre Rechte informieren – zum Beispiel auf Plakaten in Bahnhöfen oder Flughäfen. Weitere Informationen gibt es in Broschüren oder im Internet. Die Kommission kritisierte, dass Fluggesellschaften noch zu oft die zustehende Entschädigung verweigerten.

Nach der Aschewolke im April häuften sich die Klagen von Passagieren. Vor allem Billiganbieter weigerten sich, die Flugtickets zurückzuerstatten, obwohl sie EU-weit dazu verpflichtet sind.

Der EU-Kommissar für Transport Sim Kallas erkläre, in der Krise um die Aschewolke habe die Kommission eine Menge gelernt, was rechtlich weiter fortgeführt werde. Allerdings stelle sich die Frage, wie es besser umgesetzt werden könne.

Grundsätzlich gilt: Ist ein Flug überbucht oder gestrichen, können sich Passagiere den vollen Ticketpreis erstatten lassen. Das gilt auch, wenn eine Verspätung länger als fünf Stunden dauert. Verweigert eine Fluggesellschaft die Entschädigung, soll der Reisende Beschwerde bei der nationalen Luftfahrtaufsichtsbehörde einreichen. Vor allem riet Kallas zu Hartnäckigkeit: Die Verbraucher sollten auf ihr Recht pochen.