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Agentenaffäre "keine Belastung" für US-russische Beziehungen

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Agentenaffäre "keine Belastung" für US-russische Beziehungen

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Zunächst hatte Russland ungehalten auf die Verhaftung seiner Staatsbürger in den USA reagiert, doch jetzt sind in Washington Liebesgrüße aus Moskau eingetroffen. Die Affäre um einen angeblichen russischen Spionagering werde das Verhältnis der beiden Staaten nicht beeinträchtigen, versicherte das russische Außenministerium. Die Erklärung nahm ausdrücklich Bezug auf Äußerungen des Weißen Hauses, das am Dienstag ebenfalls erklärt hatte, zu einer Abkühlung des amerikanisch-russischen Verhältnisses werde es nicht kommen.

Dennoch bleibt der Zeitpunkt der Verhaftungen, kurz nach dem USA-Besuch des russischen Präsidenten Dimitri Medwedew, rätselhaft, so der frühere CIA-Agent und heutige Leiter des Internationalen Spionagemuseums, Peter Earnest: “Das Zugreifen und Ausheben dieses Rings direkt nach dem Medwedew-Besuch wirft die Frage auf: Schicken wir hier eine Botschaft? Sagen wir: Wir wissen genau, was hier los ist. Lasst uns damit aufhören bzw. hört ihr mal damit auf. Die Wahl des Zeitpunkts halte ich für interessant.”

Vielleicht ist das Timing aber doch nicht so mysteriös, wie der EX-Spion glaubt. Das FBI erklärte, der Zugriff sei erforderlich gewesen, weil sich eine der Verdächtigen — die 28jährige Anna Chapman — nach Moskau abzusetzen drohte.