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Benigno Aquino III. tritt das Erbe seiner Mutter an

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Benigno Aquino III. tritt das Erbe seiner Mutter an

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Vor rund einer halben Million Menschen hat der neue philippinische Staatspräsident Benigno Aquino III. in Manila seinen Amtseid abgelegt. In seiner Antrittsrede versprach der Sohn gleich zweier Legenden der Demokratiebewegung, Armut und Korruption zu bekämpfen; sein Vater, ein oppositioneller Senator, war bei seiner Rückkehr aus dem Exil erschossen worden, seine Mutter Corazon Aquino regierte das Land nach dem Sturz des Diktators Marcos. Zahlreiche Zuschauer hatten sich gelb gekleidet, gelb war vor 24 Jahren die Farbe des Protests gegen Marcos.

Für den Aufstand muslimischer Rebellen auf den Südphilippinen wolle er ernsthaft eine Lösung finden, versprach, “Noynoy”, wie der neue Präsident mit Spitznamen heißt. Als erste Handlung nach seiner Amtseinführung will Aquino eine Wahrheitskommission einrichten, die sich mit den Korruptionsvorwürfen gegen seine Vorgängerin Gloria Macapagal Arroyo befasst. Die, so finden viele Philippinos, gehöre in den Knast und nicht ins neue Abgeordnetenhaus, von wo aus sie in Zukunft Opposition gegen “Noynoy” zu machen gedenkt.