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Domenech und Escalettes vor Nationalversammlung

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Domenech und Escalettes vor Nationalversammlung

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Wegen des WM-Debakels der französischen Fußball-Nationalmannschaft sind Nationaltrainer Raymond Domenech und der scheidende Chef des Französischen Fußballverbandes Jean-Pierre Escalettes von der Nationalversammlung vernommen worden. Für den Weltfußballverband FIFA geht es nun auch um die Frage nach der Einmischung der Politik in den Sport. Die FIFA hat bereits Fußballverbände wegen politischer Einmischung suspendiert. Nach Protesten von FIFA-Präsident Joseph Blatter wurden die Medien von der Anhörung ausgeschlossen. Jean-Francois Copé, Fraktionsführer der regierenden UMP in der Nationalversammlung, sagte anschließend, es gehe um die Wahrheit, darum, zuzuhören. Auch er sei dagegen, sich in die Arbeit des Fußballverbandes einzumischen; allerdings glaube er, dass der Verband seinerseits begrüße, dass die Politik die Finanzierung von Frankreichs Fußballstadien organisiere. Francois Loncle von den oppositionellen Sozialisten meinte, er sei von der Menschlichkeit Escalettes überrascht gewesen. Domenech seinerseits habe seinem Image nicht geholfen, er habe sich geweigert, sich für das zu entschuldigen, was ihm vorgeworfen worden sei. Frankreichs Sportministerin Roselyne Bachelot hatte den Rücktritt Escalettes für unvermeidlich erklärt. Danach hatte sie allerdings gesagt, sie habe nie seinen Rücktritt gefordert. Bachelot erklärte, die Spieler verdienten – so wörtlich – “verrückte Summen” und seien für das Debakel in Südafrika verantwortlich.