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Entwicklung im Fall Gilad Schalit

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Entwicklung im Fall Gilad Schalit

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Die Familie des vor vier Jahren entführten Soldaten Gilad Schalit will den Druck auf die israelische Regierung erhöhen. Mit einem Protestmarsch durch das ganze Land, an dem laut Presseberichten mehr als 1000 Israelis teilnehmen, fordern sie für die Freilassung ihres Sohnes einen Gefangenenaustausch.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte an, als Austausch für Schalit 1000 palästinensiche Häftlinge freizulassen. Er betonte, dass er dazu bereit sei, diesen Preis zu zahlen, um Schalit nach Hause zu holen.

Dem Sprecher der Hamas zufolge ist die Ankündigung Netanjahus ein “Medien-Manöver”:
“Er versucht mit dieser Rede die Israelis zu beschwichtigen. Sie setzen ihn unter Druck und fordern einen Gefangenenaustausch. Er wiederrum gibt diesen Druck an die Hamas weiter.”

Im Oktober vergangenen Jahres wurde der israelischen Regierung zuletzt ein Lebensbeweis des heute 23-Jährigen Schalits übermittelt.
Als Gegenzug dazu hatte Israel 19 Palästinenserinnen freigelassen. Der Austausch wurde damals als Durchbruch gewertet.

Schalit ist in Israel zu einem Sympathieträger und einer Symbolfigur geworden. Die israelische Philarmonie will am 5. Juli in einem Kibbuz am Rande des Gazastreifens ein Solidaritätskonzert für ihn veranstalten.