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Schwarz-Gelb in der Krise

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Schwarz-Gelb in der Krise

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Nach der Zitterpartie bei der Wahl von Christian Wulff zum deutschen Bundespräsidenten versucht die schwarz-gelbe Koalition das Wahldebakel aufzuarbeiten. Der ohnehin angeschlagenen Koaliton ist der geplante Neustart gründlich misslungen. Die Opposition streut genüßlich Salz in die Wunden: “Eins ist klar, Angela Merkel ist jetzt angezählt”, meint Renate Künast.

Bundesverteidigungsminister Theodor zu Guttenberg rät zur Gelassenheit verlangt aber: “Die Koalition muss jetzt anständig arbeiten. Anlass zum Jubel gab es erst ganz am Schluss, zu Beginn nicht. Und jetzt haben wir uns anzustrengen und wirklich anständig zu arbeiten.”

Erst im dritten Wahlgang nach über neun Stunden war Christian Wulff gewählt worden. Mit 625 Stimmen erreichte der Kandidat der Regierungskoalition damit doch noch knapp die absolute Mehrheit, die ihm Abweichler aus den eigenen Reihen über zwei Runden verweigert hatten.

Beobachter bezeichnen vor allem das Ausmaß der Stimmverweigerung in der Koalition als überraschend. Dass im ersten Wahlgang 44 Wahlmänner nicht für den eigenen Kandidaten stimmten zeige, wie groß der Unmut über den Führungsstil von Angela Merkel sei.