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Streikwelle in China

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Streikwelle in China

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In Tianjin haben die Arbeiter eines japinschen Elektroteile-Zulieferes ihren Ausstand fortgesetzt. Seit drei Tagen fordern sie höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Seit mehreren Wochen streiken immer wieder Arbeiter in den industrialisierten Küstenregionen. Betroffen sind vor allem Fabriken japanischer und taiwanesischer Unternehmen.

Befürchtungen, dass Chinas Wettbewerbsvorteil – niedrige Löhne – gefährdet ist, teilen Experten nicht: “Einige fragen sich, wie wir so lange Zeit so niedrige Löhne zahlen konnten. Sie vermuten, dass ab 2015 die Zahl der Geringstverdiener schrittweise abnehmen wird. Das glaube ich nicht. Unsere Landbevölkerung is so groß, sie stellt zwei Drittel der Bevölkerung”, erklärt Yi XianRong von der chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften.

Chinas rund 150 Millionen Wanderarbeiter leben oft unter erbärmlichen Bedingungen auf den Fabrikgeländen. In jüngster Vergangenheit erregte eine Selbstmordserie frustrierter Arbeiter Aufsehen, die in der chinesischen Fabrik eines taiwanesischen Elektrokonzerns arbeiteten. Die Arbeitsbedingungen in Fabriken, die Unternehmen aus Taiwan und HongKong gehören, gelten als besonders hart.