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Türkei: Tödliche Gefechte zwischen Armee und PKK

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Türkei: Tödliche Gefechte zwischen Armee und PKK

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Bei Gefechten zwischen türkischen Militärs und Anhängern der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK hat es 17 Tote gegeben. Unter anderem wurden bei einer Schießerei im Südosten der Türkei ein Offizier und drei regierungstreue Dorfschützer getötet. Schauplatz war ein Dorf in der Provinz Siirt.

Nach mehreren Angriffen der PKK – auch vom Kurdengebiet im Irak aus – hatten die Spannungen in den vergangenen Wochen erheblich zugenommen.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan forderte daraufhin mehr internationale Unterstützung – auch von der EU. Regierungskreise wollen sogar die Grenze zum Irak verlegen.

Den Kampf gegen die PKK sollen künftig vor allem Berufssoldaten führen. Ankara will 500 000 Mann einstellen, um Einheiten ohne Wehrpflichtige zu schaffen. Das erklärte nach Medienberichten der türkische Chefunterhändler für den gewünschten Beitritt zur EU, Egemen Bagis.

Vor einer Woche waren bei einem Anschlag auf einen Bus mit Militärangehörigen in Instanbul fünf Menschen gestorben und 12 verletzt worden. Die Urheber nennen sich “Freiheitsfalken Kurdistans” und werden dem Umfeld der PKK zugerechnet.

Im Kurden-Konflikt sind in der Türkei in den vergangenen 25 Jahren inzwischen mehr als 42 000 Menschen getötet worden. Die PKK wird auch von den USA und in der EU als Terrorgruppe eingestuft.

Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat.