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Sondersteuer für Rohstoffkonzerne in Australien

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Sondersteuer für Rohstoffkonzerne in Australien

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Der Streit um eine neue Sondersteuer für Rohstoffkonzerne in Australien ist beendet: Die Bergbauindustrie hat den lange umstrittenen Plänen der Regierung zugestimmt. Dies teilte die neue Premierministerin Julia Gillard mit. Kohle- und Eisenerzförderer müssen künftig ab einer bestimmten Gewinnhöhe eine Sondersteuer in Höhe von 30 Prozent abführen. Die Regelung soll 2012 in Kraft treten.

Die Premierministerin sagte: “Damit werden die Australier bessere Einnahmen aus den Bodenschätzen erhalten, die ihnen allen gehören, und die man nur einmal ausgraben kann.” Unsicherheit und Streit seien damit beendet. Ein Teil des Wertes der Bodenschätze des Landes werde nun in bessere Renten für das Volk investiert.

Gillard war erst vor einer Woche vereidigt worden. Ihr Vorgänger als Premierminister, Kevin Rudd, hatte eine höhere Abgabe gefordert – gegen den Widerstand der Industrie. Im Streit innerhalb der regierenden Labor-Partei setzte sich die kompromissbereite Julia Gillard durch, Rudd trat zurück.

Die oppositionelle Liberale Partei will die Sondersteuer wieder abschaffen, falls sie die in den kommenden Monaten erwarteten Wahlen gewinnt.