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Wahlen in Mexiko von Gewalt überschattet

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Wahlen in Mexiko von Gewalt überschattet

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Vor dem Hintergrund zunehmender Gewalt von Drogenbanden bereitet sich Mexiko auf Kommunal- und Regionalwahlen an diesem Sonntag vor. In 14 Bundesstaaten werden Gouverneure, Bürgermeister und Abgeordnete gewählt.
In den Bundesstaaten an der Grenze zu den USA kämpfen die Drogenbanden besonders heftig um die Handelswege nach Norden. Kandidaten der konvervativen Regierungspartei verteidigen im Wahlkampf den Kampf gegen die Drogenkartelle, so auch Mario Lopez Valdez, der im Bundesstaat Sinaloa Gouverneur werden will.
Die Opposition wirft der Regierung Versagen vor angesichts der mehr als 23.000 Toten im sogenannten Drogenkrieg.
Vergangenen Montag wurde der landesweit bekannte Politiker Rodolfo Torre Cantú ermordet. Er war Kandidat der oppositionellen PRI-Partei für ein Gouverneursamt.
Auch vier seiner Begleiter wurden getötet.
“Warten wir ab, was weiter passiert bei diesen Wahlen,”, sage ein Mann in Cuidad Juarez. “Ich hoffe, es wird niemand umgebracht. Ich rate den Leuten, vorsichtig zu sein, wenn sie aus dem Haus gehen, um ihre Stimme abzugeben.”
Unterdessen untersucht die Polizei einen Vorfall in den Bergen Nordmexikos: Bei einer Schießerei etwa 45 Kilometer südlich der Grenze zu den USA wurden mindestens 21 Menschen getötet, vermutlich Mitglieder von Drogenbanden.