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Ölpest schadet Tourismusbranche an US-Südküste

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Ölpest schadet Tourismusbranche an US-Südküste

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Leere Strände an der US-Südküste: Die Ölpest im Golf von Mexiko fügt der Tourismusbranche schweren Schaden zu. Branchenvertreter sagen, die diesjährige Sommersaison sei an den sonst vollen Stränden nicht in Gang gekommen. In einigen Küstengebieten ist der Fremdenverkehr der Haupterwerbszweig der Bevölkerung. Ein Ladenbesitzer an einem Strand in Mississippi sagte:

“Normalerweise stehen die Autos hier dicht nebeneinander, überall sind Menschen. Der ganze Strand da drüben wäre voll bei einem Wetter wie jetzt. Aber heute sieht man nichts davon,
und wir haben heute kein einziges Gummiboot verkauft, normalerweise hätte ich schon fünfzig oder hundert verkauft. Aber die Leute haben einfach Angst vor dem Wasser.”

Wie das Ausrüstungsgeschäft bleiben auch Cafés, Bars und Restaurant an dem Strand in Mississippi leer. Da müsse man sich etwas einfallen lassen, sagte ein Restaurantbesitzer: “Wir haben uns ein paar Werbeangebote ausgedacht, für private Parties und so, zum Ausgleich, damit wir über die Runden kommen.”

Draußen auf der See ist Hurrikan Alex zwar an der Unglücksstelle vorbeigezogen, aber der erwartete Einsatz eines riesigen Ölsaugers verzögerte sich: Der Supertanker “A Whale” (“Ein Wal”) aus Taiwan hatte am Mittwoch in einem Hafen in Louisiana festgemacht. Nun soll der Test-Einsatz beginnen. Berichten zufolge kann er täglich bis zu 80 Millionen Liter verseuchten Wassers von Öl befreien.