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Frankreich: Rücktritt der Staatssekretäre nur ein Bauernopfer?

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Frankreich: Rücktritt der Staatssekretäre nur ein Bauernopfer?

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In Frankreich rollen die Köpfe, der Unmut über Spesenskandale hat zwei französische Regierungsmitglieder den Job gekostet. Eine Immobilien und Flugaffäre brachten den Staatssekretär Alain Joyandet zu Fall. Er reichte seinen Rücktritt ein.

Seinem Kollegen Christian Blanc ist sein Hang für teure Zigarren zum Verhängnis geworden, Tabakwaren für 12.000 Euro auf Kosten des Steuerzahlers.
Marine Le Pen, der Vizepräsidentin der rechtsextremen Partei Front National zufolge sind die Rücktritte ein Ablenkungsmanöver:
“Es geht darum den Soldaten Woerth zu retten, das ist für alle Franzosen offensichtlich. Zwei Staatssekretäre wurden dafür geopfert. Die Verdächtigungen im Fall Woerth sind viel ernster als die Vorfälle für die Joyandet und Blanc kritisiert wurden.”

Gemeint ist Arbeitsminister Eric Woerth, er ist in die Affäre um die L`Oreal Erbin Liliane Bettencourt verstrickt. Er soll Steuerhinterziehungen der reichsten Frau Frankreichs gedeckt haben. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will jedoch an Woerth festhalten, den er soll die umstrittene Rentenreform durchsetzen.

Die französische Regierung ist durch die Skandale angeschlagen, laut der jüngsten Umfrage halten 64 Prozent aller Franzosen ihre Politiker für korrupt.