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Hungerstreik I - Kubas Parteizeitung: "Fariñas in Gefahr"

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Hungerstreik I - Kubas Parteizeitung: "Fariñas in Gefahr"

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Auf Kuba bangt die oppositionelle Szene um einen der Ihren: Der Dissident Guillermo Fariñas schwebt nach mehreren Monaten Hungerstreik in akuter Lebensgefahr. Er fordert die Freilassung von 26 politischen Gefangenen, die krank sind.

Der 48jährige Journalist hat bereits 23 Hungerstreiks hinter sich. Er ist ein Kämpfer aus einer Familie von Kämpfern. Sein Vater gehört zu Kubas Revolutionsadel: Er kämpfte im Kongo an der Seite Che Guevaras. Ausgebildet in der ehemaligen UdSSR, brach der alte Militär nach der Exekution des Generals Arnaldo Ochoa im Jahr 1989 mit dem Militärregime.

Fariñas junior hat als Oppositioneller fast 12 Jahr hinter Gittern verbracht.

Seit dem 11. März ist er im Krankenhaus. Er verweigert die Nahrungsaufnahme und wird intravenös ernährt.

Am Samstag dann die kleine Sensation – freilich aus traurigem Anlass:

Die Parteizeitung der KP Granma nimmt Guillermo Fariñas offiziell zur Kenntnis – um die Kubaner auf das Schlimmste vorzubereiten.

In einem Interview erklärt Armando Caballero, Leiter der Intensivstation:

“Mein Patient schwebt in Lebensgefahr. In seiner Halsvene hat sich ein Blutgerinnsel gebildet, das wir behandeln.”

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