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Hungerstreik II - Fariñas' Mutter: "Mich hat keiner eingeschaltet"

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Hungerstreik II - Fariñas' Mutter: "Mich hat keiner eingeschaltet"

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Euronews sprach mit Alicia Hernández, der Mutter von Guillermo Fariñas, als sie am Montag bei ihm im Krankenhaus war.
  
 
Alicia Hernández:
“Sein Zustand ist schlecht, kritisch, er kämpft mit Komplikationen, infektionen und da gibt es auch noch dieses bedrohliche Blutgerinsel. Die Behandlung soll verhindern, dass es in die Blutbahn gerät - dann wäre er ein toter Mann. Und dann sind da noch diese Schmerzen in allen Gelenken, im Kopf und in der Blase.”
 
 
euronews:
“Was muss denn geschehen, damit Ihr Sohn den Hungerstreik abbricht ?”
 
Alicia Hernández:
“Nun, was er gefordert hat.”  
 
 
euronews:
“die Freilassung von 26 kranken Gefangenen ?”
 
Alicia Hernández:
“Ganz genau.”
 
 
euronews:
“Und wenn Sie so mit ihm sprechen, haben Sie den Eindruck, dass Ihr Sohn zum Äussersten entschlossen ist?”
 
Alicia Hernández:
“Wenn ich mit ihm rede, eher nicht. Aber erklärt hat er es.“ 

 
 
euronews:
“Hat jemand mit Ihnen Kontakt aufgenommen, um Ihren Sohn zur Aufgabe des Hungerstreiks zu bewegen ?”
 
Alicia Hernández:
“Nein, niemand.”
 
 
euronews:
“Weder aus Kuba noch von ausserhalb?”
 
Alicia Hernández:
“Jetzt, in diesen Tagen?”
 
euronews:
“Ja.”
 
Alicia Hernández:
“Nein, nur die Ärzte von der Intensivstation, die sich um ihn kümmern.”
  
 
euronews:
“Und sagen Sie mir -  wir lesen in der Presse, dass Ihr Sohn einen Brief an den Dissidenten Guillermo Perez del Sol geschickt hat – er soll mit dem Streik weitermachen, wenn ihm etwas passiert. Stimmt das denn?”
 
Alicia Hernández:
“Ich glaube nicht. Ich kann diese Frage nicht beantworten, ich bin da nicht auf dem Laufenden. Ich mache hier den Job einer Mutter, ich gebe ihm Beistand und setzt mich ein, dass mein Sohn durchkommt.”
 
 
euronews: “Gracias”

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