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Neues Abtreibungsgesetz in Spanien

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Neues Abtreibungsgesetz in Spanien

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In Spanien gilt seit heute ein neues Abtreibungsgesetz. Die neuen Bestimmungen wurden von der katholischen Kirche und konservativen Politikern erbittert bekämpft.

Eine Schwangerschaft kann jetzt bis zur 14. Woche abgebrochen werden. Unter Umständen ist auch ein Abbruch bis zur 22. Woche möglich.

Umstritten war auch, dass sechzehn- und siebzehnjährige Mädchen keine Zustimmung der Eltern mehr brauchen. Sie müssen ihre Eltern aber informieren.

Das Gesetz zwinge niemanden zur Abtreibung, sagt Empar Pineda, eine Verfechterin. Die Gegner sollten den Wunsch einer Frau achten und daraus keinen Kreuzzug machen, der einer Frau eine nötige Abtreibung verwehre.

Das bisherige Gesetz erlaubte eine Abtreibung nur unter starken Einschränkungen. Die jetzige Neuregelung passierte im Februar das Parlament. Noch am Wochenende demonstrierten einige Hunderte Menschen in Madrid gegen das neue Gesetz. Ziel ihres Protests war das Verfassungsgericht: Die Richter müssen sich noch mit einer Beschwerde der konservativen Volkspartei befassen.