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Spaniens Außenminister Moratinos will Kuba zur Freilassung politischer Gefangener bewegen

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Spaniens Außenminister Moratinos will Kuba zur Freilassung politischer Gefangener bewegen

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Der kubanische Dissident Guillermo Farinas schwebt in Lebensgefahr. Der 48-Jährige weigert sich seit mehr als drei Monaten, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Mit seinem Protest will Farinas die Freilassung von 26 kranken politischen Gefangenen durchsetzen. Die Freilassung Farinas sowie der anderen politischen Gefangenen steht im Mittelpunkt eines Besuchs des spanischen Außenministers Miguel Angel Moratinos in Havanna. “Farinas hat zugestimmt, dass zehn bis fünfzehn Gefangene, die schwer kranken, auf freien Fuß gesetzt werden”, so die Sprecherin des Dissidenten. “Kirchenkreise wollen sich für die weiteren Häftlinge einsetzen, die auf der Liste sind. Doch es herrscht Stille, niemand hat sich dazu geäußert. Diese Stille tötet. Ich denke, dass die Dinge anlässlich des Besuchs des spanischen Außenministers in Bewegung geraten werden. Doch auch im vergangenen Juni, anlässlich des Besuchs eines hohen Vertreters des Vatikans schöpften wir Hoffnung, es geschah aber nichts.” Nach Informationen spanischer Medien sind in Kuba etwa 200 Oppositionelle inhaftiert. 26 von ihnen, für deren Freilassung Farinas in den Hungerstreik getreten ist, sind krank.

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