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Einsatz für Dissidenten in Kuba

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Einsatz für Dissidenten in Kuba

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Spanien will sich in Kuba unter anderem für die politischen Gefangenen dort einsetzen. Für drei Tage ist der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos zu Gast; er spricht dort mit Regierungsvertretern, aber auch mit dem
katholischen Erzbischof von Havanna.

Spanien setzt auf Gespräche zwischen Regierung und Kirche. Der Minister rief auch den Dissidenten Guillermo Fariñas auf, seinen Hungerstreik
aufzugeben. Fariñas habe sein Ziel erreicht, auf die Lage in Kuba aufmerksam zu machen.

Fariñas weigert sich seit über drei Monaten, feste Nahrung aufzunehmen. Mit seinem Protest will er die Freilassung von 26 kranken politischen Gefangenen durchsetzen.

Er selbst hatte seinen Hungerstreik begonnen, nachdem Orlando Zapata, ein anderer politischer Häftling, im Hungerstreik gestorben war.

Eine von der Regierung geduldete Oppositionsgruppe, die “Kubanische Kommission für
Menschenrechte und Nationale Versöhnung” (CCDHRN) spricht von derzeit knapp 170 politischen Gefangenen in Kuba. Damit sei die Zahl in diesem Jahr gesunken, von zweihundert noch zu Jahresbeginn. Die Gruppierung betonte zugleich, Kubas Regierung verletzte trotz zahlloser Versprechen weiterhin viele Rechte.