Eilmeldung

Eilmeldung

Europaweites Verbot illegaler Holzimporte

Sie lesen gerade:

Europaweites Verbot illegaler Holzimporte

Schriftgrösse Aa Aa

Die EU schiebt illegalen Holzimporten den Riegel vor. Ab 2012 wird das Verbot EU-weit in Kraft treten, wie das Parlament an diesem Mittwoch beschlossen hat. Holzlieferanten wie das belgische Unternehmen SOMEX in Antwerpen müssen dann genau nachweisen, woher die Holzeinfuhren stammen. Wegen illegaler Lieferungen aus Kamerun hatte Greenpeace das Unternehmen 2005 stark kritisiert. Der Firmenchef Armand Stockmans erklärt, er habe seit langem auf entsprechende Gesetze gewartet. So wolle sich das Unternehmen vor illegal importiertem Holz auf den Märkten schützen, denn das verzerre den Wettbewerb.

Bis zu schätzungsweise 40 Prozent der weltweiten Holzproduktion stammen aus illegal abgeholzten Regenwäldern. In manchen Gebieten wird Expertenangaben zu Folge die gleiche Menge an Holz legal sowie illegal gerodet. Dort sollen Unternehmen von 2012 an Risikobewertungen vornehmen. Doch Umweltschutzorganisationen gehen die nun beschlossenen Maßnahmen nicht weit genug. WWF-Mitglied Anke Schulmeister sagte, “ein großes Problem stellen die Strafen dar, die nicht auf EU-Ebene verhängt werden, sondern über die jeder Mitgliedsstaat entscheiden kann. Wir hoffen also, dass die Mitgliedsstaaten strenge Maßnahmen ergreifen, für den Fall dass illegale Holzlieferungen entdeckt werden.”

Nach dem grünen Licht aus dem EU-Parlament wird nun noch im Herbst der Europäische Rat über das Verbot von illegalem Holz entscheiden. Seine Zustimmung gilt aber als sicher.