Eilmeldung

Eilmeldung

EU arbeitet an einheitlichen Ölpest-Regeln

Sie lesen gerade:

EU arbeitet an einheitlichen Ölpest-Regeln

Schriftgrösse Aa Aa

Jetzt erreicht die Ölpest im Golf von Mexiko Europa:

Die EU will die Mitgliedsstaaten auffordern, neue Offshore-Bohrungen nicht mehr zuzulassen, bis die Ursache der Umweltkatastrophe vor der US-Küste klar ist.

Alle großen Ölfirmen sollten ihre Sicherheitsmaßnahmen und Notfallpläne an die weltweit höchsten Standards anpassen.

Das will EU-Energiekommissar Günther Oettinger zusammen mit drei weiteren EU-Kommissaren den Chefs von 18 in Europa aktiven Ölmultis vermitteln und den Kontrollgremien der 27 Eu-Staaten. Bis Herbst soll eine einschlägige EU-Richtlinie vorliegen.

Um Umweltkatastrophen in europäischen Gewässern zu verhindern, soll die Kooperation zwischen nationalen, bisher autark agierenden Kontrollbehörden verbessert werden und die EU stärkere Aufsichtsmöglichkeiten bekommen.

Rund um den Globus wird zur Zeit wird bereits mehr als ein Drittel des Rohöls „offshore“ gefördert – in Küstengewässern oder aus der Tiefsee. Allein in diesem Jahr sollen 350 neue Ölplattformen installiert werden. In den kommenden fünf Jahren werden schätzungsweise 400 Milliarden Euro in Bohrungen, Plattformen und Pipelines investiert.

Und von den neuen Funden liegt nur noch gut ein Drittel unter Festland, 45 Prozent „im tiefen Wasser“ – das heißt mehr als 500 Meter unter der Wasseroberfläche.

Die westlichen Ölmultis wollen auf die Tiefsee nicht freiwillig verzichten. Hauptgrund: Nur dort entkommen sie dem Einfluss staatlicher Ölkonzerne, vor allem aus Opec-Staaten.