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Fußballblues auch an der deutschen Börse

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Fußballblues auch an der deutschen Börse

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Die deutschen WM-Träume sind ausgeträumt, auch an der Frankfurter Börse. Das hatte zwar kaum Einfluss auf die Kurse, aber auf die Stimmung mancher Händler – denn die war nach der Niederlage der Deutschen gegen die Spanier doch etwas gedämpft. Aber man tröstete sich damit, dass die Spanier zwar auf dem Rasen die Nase vorn haben, aber nicht in der Finanzwelt. “Offensichtlich spielen die Spanier besser Fußball als sie wirtschaften”, meinte ein Trader. “Deshalb werden sie Weltmeister und müssen dann sehen, dass sie ihre Schulden wie auch immer in den Griff bekommen.” Und ein anderer Händler schlug vor, dass sich der spanische Finanzminister doch Tipps bei den Spielern holen solle: “Die hohe Moral, die die spanische Mannschaft gezeigt hat, und diese Könner, die hier am Werk sind… Das sind alles Spezialisten und solche Spezialisten könnte die spanische Regierung auch brauchen.”

Gute Nachrichten aus der Finanzindustrie und eine ordentliche Performance des Dax machten es den Händlern freilich nicht allzu schwer, die Niederlage des deutschen Teams zu verdauen – so wie Bulle und Bär auf dem Börsenplatz, die die ganze Aufregung ungerührt zur Kenntnis nahmen.