Eilmeldung

Eilmeldung

Geheimdienste basteln an Agentenaustausch

Sie lesen gerade:

Geheimdienste basteln an Agentenaustausch

Schriftgrösse Aa Aa

Unter größtmöglicher Anteilnahme der öffentlichkeit treiben die Geheimdienste Russlands und der USA offenbar einen Agentenaustausch voran. Die Amerikaner haben Sie als Faustpfand:

Anna Chapman, geborene Kuschtschenko, Ende Juni mit neun anderen mutmaßlichen russische Agenten in den USA festgenommen.

Und in Russland macht sich seit Tagen Igor Sutjagin reisefertig, ein wegen Hochverrats verurteilter russische Nuklearexperte, seit elf Jahren in Haft und zu 15 Jahren verurteilt. Eigentlich wolle er aber Russland gar nicht verlassen – sagt seine Anwältin.

Und: Er habe eine Liste gesehen, mit “mindestens zehn” Namen potentieller Austauschkandidaten auf russischer Seite.

Die Moskauer Zeitung “Kommersant” sieht Sutjagin bereits mit weiteren “Westspionen” nach Wien ausfliegen.

Die zehn mutmaßlichen russischen Agenten in den USA wiederum haben einen Termin bei einer US-Bundesrichterin in New York.

Dort soll die Anklage gegen sie verlesen werden.

Die US-Bundespolizei FBI hatte die Gruppe 10 Jahre lang beim Sammeln mehr oder weniger brisanter Informationen beobachtet, bevor sie schließlich zugriff.

“Ich glaube, dass unsere Diskussionen bald beendet sind”, zwinkert Anna Chapmans Anwalt Robert Baum.

Aber wo zum Teufel steckt Christoph Metsos ? Agent Nummer 11 aus Annas Gruppe ist auf Zypern spurlos verschwunden – nachdem er zunächst festgenommen und dann auf Kaution freigelassen worden war.