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Griechen streiken gegen Pensionsreform

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Griechen streiken gegen Pensionsreform

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In Griechenland haben landesweite Streiks gegen das Sparprogramm der Regierung und eine Rentenreform erneut weite Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt.

Allerdings demonstrierten in Athen deutlich weniger Gewerkschafter als erwartet – rund 4000. Beim Taxifahrer Georgios Skaliotis hat die Empörung inzwischen Platz gemacht für gewisse Einsichten:

“Ich meine, die Massnahmen der Regierung Papandreou sind notwendig – wenn man sich bewusst macht, wie weit uns die Politiker reingeritten haben. Selbst wenn es wehtut. Sonst geht dieses Land zum Teufel.”

Und so will die Regierung den Staatsbankrott abwenden: – Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst – Beamte bekommen weniger Gehalt – weniger Sozialausgaben und – das Rentenalter steigt von gut 61 auf 65 Jahre.

Das Parlament hat das Gesetz bereits gebilligt.

Das Land reagiert wie gelähmt: Keine Fähren in Piräus, keine Busse oder U-Bahnen in Athen. Ministerien, Museen, Schulen, Universitäten zu und – ausgerechnet – auch die Finanzämter.

Flüge fallen aus, öffentliche Krankenhäuser behandeln nur Notfälle. Das Land erfährt davon wenig, denn in Radio und Fernsehen gibt es keine Nachrichten – Streik.