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Kuba: Dissident Fariñas beendet Hungerstreik

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Kuba: Dissident Fariñas beendet Hungerstreik

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Der kubanische Dissident Guillermo Fariñas isst wieder. Er hatte sich durch einen mehr als dreimonatigen Hungerstreik in Lebensgefahr gebracht, um die Freilassung von 26 kranken politischen Gefangenen zu erreichen.

Jetzt will die kommunistische Führung 52 Dissidenten auf freien Fuß setzen, die ersten fünf in allernächster Zukunft. Dem kranken Fariñas habe das aber keiner mitgeteilt – und ihn so zusätzlich in Gefahr gebracht, so seine Pressesprecherin Licet Zamora gegenüber euronews:

“Die kubanische Regierung hat nichts gesagt, weder dem kubanischen Volk, noch der Opposition. Nichts im Radio, nichts im Fernsehen. In der KP-Parteizeitung Grama, überall Fehlanzeige. Sie übergehen Fariñas einfach – aber warum ? Schließlich ist er es, der für die Freilassung der Gefangenen hungert.”

Nun sollen alle Mitglieder der “Gruppe der 75” freikommen. Sie waren im sogenannten “Schwarzen Frühling” 2003 zu Haftstrafen von bis zu 28 Jahren verurteilt worden.

Vermittelt haben die katholische Kirche und Spanien, zuletzt in Gestalt des Aussenministers
Miguel Angel Moratinos – er plädierte nach drei Tagen Kuba-Besuch, die bisherige harte Haltung
der EU gegenüber Kuba aufzugeben.

Menschenrechtler erinnern daran, dass
auch nach der humanitären Geste noch mehr als 100 Oppositionelle hinter Gittern sitzen.