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US-Regierung will Erdöl-Bohrverbot durchsetzen

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US-Regierung will Erdöl-Bohrverbot durchsetzen

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Tag 80 der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Während aus dem Bohrloch unvermindert Öl ausströmt, befasst sich ein Berufungsgericht mit dem sechsmonatigen Verbot von Erdölbohrungen in der Region. Die US-Regierung will das Verbot durchsetzen. Ein Bundesrichter hatte der Klage der Erdölkonzerne stattgegeben und das Verbot aufgehoben. Eine Entscheidung der Berufungsrichter wird für den späten Abend erwartet.

BP hat unterdessen angekündigt, das Bohrloch solle bis zum 27. Juli geschlossen werden – wenn alles glatt läuft. Doch solchen Ankündigungen wollen immer weniger Menschen Glauben schenken.

In Galveston vor der texanischen Küste wurden unterdessen erste Ölklumpen angespült. Laboruntersuchungen haben ergeben, dass die Klumpen eindeutig von der Ölpest am Golf von Mexiko stammen.

Neben den technischen Problemen könnten bald auch die Naturgewalten die Arbeiten im Golf von Mexiko behindern. In der Region steht die Hurrican-Saison vor der Tür. Tag für Tag werden also weiter tausende Tonnen Öl ins Meer gelangen.