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Gilad Schalits Eltern machen Druck auf Regierung

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Gilad Schalits Eltern machen Druck auf Regierung

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Die Eltern von Gilad Schalit haben Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu
getroffen. Er informierte die Angehörigen des im Gazastreifen festgehaltenen israelischen Soldaten über den Stand seiner Gespräche mit US-Präsident Barack Obama.

Netanjahu steht unter massivem Druck der israelischen Öffentlichkeit – Tausende forderten auf einem Sympathiemarsch, dass er auf ein Verhandlungsangebot der Hamas eingeht. Noam und Aviva Schalit kampieren vor Netanjahus offizieller Residenz und wollen da ausharren, bis ihr Sohn freikommt.

Noam Schalit: “Wenn Sie jetzt etwas dramatisch Neues erwarten, muss ich Sie enttäuschen. Die Angelegenheit bleibt auf der Tagesordnung. Aber was uns betrifft – wir als Familie haben nichts Neues erfahren, das uns irgendwie beruhigen könnte.”

In der Vergangenheit hatte sich Israels Regierungschef nicht eindeutig geäußert:

Israel würde für einen unversehrten Schalit 1.000 palästinensische Häftlinge freigeben, sagte er einerseits. Die Nation könne aber nicht “jeden Preis bezahlen” – etwa wenn diese Freigelassenen dann wieder Israelis angriffen.

Verhandlungen unter ägyptischer und deutscher Vermittlung über einen Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas waren vor wenigen Monaten gescheitert. Die Hamas fordert für die Freilassung Schalits, dass 1.000 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen freikommen.

Schalit war im Juni 2006 bei einem Überfall militanter Palästinenser auf einen israelischen Militärposten in den Gazastreifen verschleppt worden.