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Mörderjagd mit tödlichem Ende in Großbritannien

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Mörderjagd mit tödlichem Ende in Großbritannien

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Eine Woche lang hat Raoul Moat die britische Polizei in Atem gehalten – nun ist er tot. Die Umstände der spektakulären Jagd und ihres tödlichen Endes sollen jetzt genauer untersucht werden. Mehrere Stunden lang hatte die Polizei den 37-jährigen mutmaßlichen Mörder an einem Fluss in Rothbury in Nordostengland umzingelt und auf ihn eingeredet. Am Ende schoss er sich offenbar in den Kopf und starb am frühen Samstagmorgen im Krankenhaus.

“Es scheint, dass der Verdächtige sich selbst erschoss. Es scheint, dass keine Schüsse von der Polizei abgegeben wurden. Bis dahin bemühten sich Polizeibeamte, Herrn Moat davon zu überzeugen, sich friedlich zu ergeben. In diesem Zeitraum setzten sie auch Elektroschockpistolen ein”, erklärte eine Polizeisprecherin.

Der Türsteher hatte angekündigt, er wolle bis zu seinem Ende so viele Polizisten wie möglich töten. Erst vor einer Woche war er nach Absitzen einer Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen worden und hatte kurz darauf auf seine Ex-Freundin, deren neuen Partner und später auf einen Polizisten geschossen. Die Frau und der Polizist überlebten schwer verletzt, für das dritte Opfer kam jede Hilfe zu spät.

Danach versteckte Moat sich in der Region, in der er jetzt gestellt wurde. Nach Erkenntnissen der Ermittler bekam er dabei möglicherweise auch Hilfe von anderen. Die Polizei riet während der Zeit den Anwohnern, zur Sicherheit in ihren Häusern zu bleiben.

Nach dem Ende der Jagd wollen die Sicherheitskräfte nicht nur die genauen Umstände von Moats Tod klären, sondern auch, ob ihr Verhalten die eine Woche über korrekt war und ob der Staat zum Schutz von Menschenleben mehr hätte tun können.