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UN rügt Schiffeversenken, nicht aber Nordkorea

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UN rügt Schiffeversenken, nicht aber Nordkorea

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Die Vereinten Nationen haben die Versenkung des südkoreanischen Kriegsschiffes “Cheonan” gerügt. Direkte Kritik an Nordkorea wurde jedoch vermieden – offenbar mit Rücksicht auf das ständige Sicherheitsratsmitglied China, das traditionell auf der Seite Nordkoreas steht.

Dem Botschafter Nordkoreas bei den Vereinten Nationen, Sin Son Ho, ging das alles zu schnell.

“Der Sicherheitsrat hat überstürzt unklare Vorfälle debattiert. Normalerweise hätte dieser Vorfall zwischen dem Norden und dem Süden Koreas gelöst werden sollen.”

Ende März war die südkoreanische Korvette versenkt worden – 46 der gut 100 Besatzungsmitglieder starben.

Eine internationale Untersuchung in Südkorea hatte den Norden für die Versenkung verantwortlich gemacht.

Susan Rice, US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen:

“Die Botschaft an die nordkoreanische Führung ist kristallklar. Der Sicherheitsrat verurteilt und bedauert diesen Angriff. Er warnt vor weiteren Attacken und besteht auf der uneingeschränkten Einhaltung des koreanischen Waffenstillstandsabkommens.”

Im UN-Sicherheitsrat kommt ohne Zustimmung aller fünf ständigen Mitglieder kein Beschluss zustande.

Nordkorea weist jede Verwicklung in den Vorfall zurück.

Ende Juni hatten die G8 – die sieben führenden Industrienationen und Russland – Nordkorea verurteilt.