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Preisverleihung in Karlovy Vary

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Preisverleihung in Karlovy Vary

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Der Schlusspunkt bei den Filmfestspielen im tschechischen Karlovy Vary: Den Hauptpreis – die Kristallkugel – erhält ein Film aus Spanien; “La Mosquitera” (“Das Moskitonetz”) von Agustí Vila.

Ein Film mit Prominenz: Geraldine Chaplin – Tochter von Charlie – spielt mit, aber als stumme Alzheimerkranke. “Wir hätten nie gedacht, dass wir sie für so eine kleine Rolle haben könnten”, freut sich Vila. “Aber wir haben ihr das Drehbuch
geschickt, sie hat es gelesen und hat eingewilligt, eine stumme Rolle zu spielen. Sie war darüber sehr glücklich und hat gesagt, so könne sie einmal arbeiten wie früher ihr Vater.”

Den Preis der Jury bekam ein tschechischer Film:
“Kuky se vrací” (“Kukys Rückkehr”), das neue und einmal sehr andere Werk von Jan Svěrák, dem
bekanntesten Regisseur des Landes. Ein kleiner Teddy, von seinem allergiegeplagten Besitzer in den
Müll befördert, muss nun irgendwie durch die Welt kommen.

“Wir haben die Drähte mit dem Computer wegretuschiert”, sagt Svěrák; “es ist eigentlich auch
kein Puppenfilm, sondern ein Spielzeugfilm: Man geht einfach durch den Wald und unterhält sich mit den Tieren. Es ist schon eine Art anderer Stil.”

1946 wurde das Filmfest von Karlovy Vary ins Leben gerufen. In diesem Jahr erlebte es seine 45. Auflage; dass es nicht schon viel mehr sind, liegt daran, dass es sich früher mit den Moskauer Filmfestspielen abwechselte.