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Umstrittener Tadic-Besuch in Srebrenica

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Umstrittener Tadic-Besuch in Srebrenica

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Auf einen freundlichen Empfang konnte Boris Tadic in Srebrenica nicht hoffen: Serben haben das Massaker verübt, da ist der serbische Staatspräsident nicht bei allen willkommen.

Dass er aber doch in guter Absicht gekommen sei, das wünscht sich im Gespräch mit ihm eine Frau hier, die damals zwei Söhne verloren hat. Künftigen Generationen solle das zugute kommen.

Tadic selbst verweist darauf, wie sehr er die Festnahme von Ratko Mladic wolle, dem damaligen Befehlshaber der bosnischen Serben. Diese Festnahme, sagt er, sei wichtig für den Aufbau von Vertrauen und für die Zukunft.

Mladic wird seit vielen Jahren als Kriegsverbrecher gesucht, wurde aber nie gefasst. Nach der Ansicht vieler lebt er unbehelligt in Serbien. Ändert sich das nicht, bleibt es auch beim bosnischen Unmut.

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