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Bauern fordern faire Preise für Milch

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Bauern fordern faire Preise für Milch

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Hunderte Milchbauern haben in Brüssel vor der Europäischen Kommission für faire Milchpreise demonstriert. Seit über einem Jahr klagen sie darüber, dass sie ihre Milch unter dem Produktionspreis verkaufen müssen. Sie halten die stufenweise Abschaffung der Milchquoten für den Grund für die niedrigen Preise.

“45 Cent kostet uns ein Liter, aber uns werden nur 20-30 Cent dafür bezahlt. Mit jedem produzierten Liter, verlieren wir also Geld.”

Über die Quoten will die EU jedoch nicht mehr verhandeln. Bei Beratungen der Agrarminister aus den EU-Ländern in Brüssel ging es – neben dem Milchpreis – jedoch unter anderem um verbesserte Lieferverträge zwischen Bauern und Molkereien und eine Stärkung der Verhandlungsmacht der Landwirte.

“Alle europäischen Kollegen haben anerkannt, dass der Milchsektor wirtschaftlicher werden muss. Eine Mehrheit hat zudem angemerkt, dass die Verhandlungsmacht der Landwirte gestärkt werden muss.”

Bis zum Jahresende will die Kommission konkrete Vorschläge dazu machen. Denn vage Aussagen genügen den Bauern in Brüssel schon lange nicht mehr.