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Uganda sieht somalische Miliz hinter Anschlag

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Uganda sieht somalische Miliz hinter Anschlag

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In Uganda haben Vertreter von Polizei und Militär somalische Rebellen für die verheerenden Bombenanschläge verantwortlich gemacht. Dabei wurden in der Hauptstadt Kampala mindestens 64 Menschen getötet, die sich gerade das WM-Endspiel angesehen hatten. “Wir saßen hier im Rugby Club. Zwei, drei Minuten vor Spielende gab es eine Explosion, dort drüben”, berichtet Juma Seiko, ein Augenzeuge.

Eine zweite Bombe detonierte zeitgleich in einem bei Ausländern beliebten, äthiopischen Restaurant in einem Vorort von Kampala. Örtliche Zeitungen berichteten zudem von einem dritten Sprengsatz. Mehr als 70 Menschen wurden verletzt.

Ugandische Sicherheitsexperten machten die somalische Al Shahaab-Miliz verantwortlich, die mehrfach mit Anschlägen gedroht hatte. In Somalia nehmen Soldaten aus Uganda und Burundi an der Militärmission der Afrikanischen Union, AMISOM teil. Sie soll dort den Einfluss radikalislamischer Extremisten zurückdrängen. Die Zahl der Soldaten soll demnächst von 6000 auf 8000 aufgestockt werden.

Der Präsident des politischen instabilen Somalia hatte erst unlängst vor der zunehmenden Gefahr durch radikalislamische Rebellen in der Region gewarnt.