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Freigelassene Kubaner ausgeflogen

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Freigelassene Kubaner ausgeflogen

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In Havanna ist eine erste Gruppe von sieben politischen Häftlingen freigelassen worden. Mit zwei Charterflugzeugen verließen sie gemeinsam mit ihren Familien Kuba. Sie werden am Nachmittag in Madrid erwartet.

Insgesamt sollen während der kommenden vier Monate nach Vermittlung der katholischen Kirche und Spaniens 52 politisch Inhaftierte freigelassen werden. Sie alle waren 2003 zu teils langen Haftstrafen verurteilt worden.

Doch nicht alle nehmen das erzwungene Exil an, wie Pedro Argüelles. In einem Telefoninterview mit einer bekannten Bloggerin sagt er, sein Platz sei in Kuba, dort wolle er weiter für Rechte, Freiheit und die Menschenwürde und gegen das totalitäre Castro-Regime kämpfen.

Fidel Castro, der greise Ex-Präsident, zeigte sich am Vorabend der Freilassung erstmals seit Jahren wieder im Fernsehen. Der 83-Jährige warf den USA vor, für den Untergang einer südkoreanischen Korvette im März verantwortlich zu sein. Zugleich warnte er vor einem Atom-Krieg im Konflikt mit dem Iran. Über die Freilassungen der Gefangenen sprach Castro nicht.