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Kubanische Dissidenten landen in Madrid

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Kubanische Dissidenten landen in Madrid

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Eine Gruppe von sieben kubanischen Dissidenten ist in Madrid gelandet. Sie waren aus der Haft entlassen worde und zusammen mit ihren Familienangehörigen ausgereist.

Insgesamt sollen in den kommenden Monaten 52 politische Gefangene freikommen. Sie alle waren im “schwarzen Frühling” 2003 zu teils langen Haftstrafen verurteilt worden. Rund 20 der Häftlinge sollen nach Spanien ausreisen.

Die Freilassung wurde von der katholischen Kirche und der spanischen Regierung vermittelt. Madrid bemüht sich seit längerem um eine Verbesserung der Beziehungen der Europäischen Union zu Havanna.

Es ist die größte Begnadigungsaktion seit dem Papst-Besuch auf Kuba 1998. Damals hatte Präsident Fidel Castro 80 Inhaftierte freigelassen.

Castro, der die Amtsgeschäfte inzwischen an seinen Bruder Raúl übergeben hat, war an diesem Montagabend erstmals seit Jahren wieder im Fernsehen zu sehen. Die Gefangenen erwähnte er dabei nicht. Auch künftig bleiben laut kubanischen Menschenrechtlern noch mehr als 110 Oppositionelle weiter in Haft.