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Kritik an Sarkozy zur Parade des 14. Juli

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Kritik an Sarkozy zur Parade des 14. Juli

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Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat auf den Champs-Elysées in Paris die Militärparade zum Nationalfeiertag abgenommen. Eröffnet wurde sie von Soldatinnen aus Benin, gefolgt von Truppenabordnungen aus zwölf weiteren afrikanischen Staaren. Und daran gab es Kritik.

13 afrikanische Staatschefs hatte Sarkozy nach Paris eingeladen, die Elfenbeinküste war durch ihren Verteidigungsminister vertreten. Anlass war der 50. Jahrestag der Unabhängigkeit der früheren französischen Kolonien.

Dies zu feiern gebe es bessere Möglichkeiten als einen Truppenaufmarsch, kritisierten die oppositionellen Sozialisten in einem Kommuniqué. Zudem habe Sarkozy in Bezug auf Afrika keine wirklichen Ambitionen.

Der Präsident wies das zurück. Mit der Parade würde afrikanischen Armeen die Ehre erwiesen, deren Soldaten in zwei Weltkriegen für die Freiheit Frankreichs gefallen seien.

Mutmaßungen von Menschenrechtsgruppen, unter den Gästen aus Afrika seien möglicherweise Kriegsverbrecher, wies der französische Verteidigungsminister Hervé Morin zurück.

Der Nationalfeiertag steht in der Tradition des Föderationsfestes von 1790, das an den Sturm auf die Bastille ein Jahr zuvor erinnerte.

Einer aktuellen Umfrage zufolge sind acht von zehn Franzosen stolz auf ihre Nationalität. Vor einem Jahr allerdings sagten das noch neun von zehn Befragten.