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Nach Kuba: Spanien oder lieber Miami?

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Nach Kuba: Spanien oder lieber Miami?

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In der spanischen Hauptstadt Madrid sind zwei weitere freigelassene kubanische Dissidenten eingetroffen. Der kubanische Präsident Raul Castro hat unter Vermittlung der katholischen Kirche der Freilassung von insgesamt 52 politischen Gefangenen zugestimmt. Gestern waren sechs von ihnen mit Familienangehörigen angekommen.

“Ich bin glücklich, bei meinem Mann zu sein, aber ich bin traurig, dass ich meine Heimat verlassen musste”, sagt die Frau eines ehemaligen Gefangenen.

Jetzt stellt sich die Frage, ob sie in Spanien bleiben. Ex-Gefangener Julio Cesar Galvez erklärt: “Die Finanzkrise betrifft nicht nur die Spanier, sondern es ist eine weltweite Krise. Das muss uns bewusst sein, wenn wir uns entscheiden, ob wir hier bleiben wollen oder woanders hin wollen, zum Beispiel nach Miami. Egal, was bei den Beratungen mit den spanischen Behörden herauskommt, jeder muss das für sich entscheiden.”

Seine Entlassung aus dem Gefängnis zeige klar, dass sich in Kuba die Dinge veränderten, meint ein anderer Dissident: “Unsere Freilassung ist nicht unbedingt ein Zeichen für die Schwäche des kubanischen Regimes. Raul Castro kann etwas verändern, weil er es ist, der die Macht hat.”

Der Revolutionsführer und ehemalige Präsident Fidel Castro trat zwar unlängst im Fernsehen auf, zu der Entscheidung seines Bruders, die 52 freizulassen, nahm der Comandante nicht Stellung.