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Zapatero: Sparpläne können Wachstum bremsen

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Zapatero: Sparpläne können Wachstum bremsen

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Madrid hofft trotz der rigiden Sparmaßnahmen auf ein leichtes Wachstum im zweiten Quartal. Im Gesamtjahr rechnet die Regierung damit, dass die Wirtschaft schrumpfen wird. Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero sagte bei einer Parlamentsdebatte zur Lage der Nation, er sei sich des Risikos bewusst, dass die Sparpläne die wirtschaftliche Entwicklung bremsen könnten. “Die Umstände haben sich geändert”, sagte er. “Wir können uns nicht auf die Wachstumszahlen von früher verlassen. Wir können nicht auf rege Bautätigkeit und günstige Kredite setzen. Dies ist ein entscheidender Moment. Jetzt ist die Zeit gekommen, um sich den wettbewerbsstärksten EU-Ländern anzuschließen, jener Gruppe, zu der wir immer gehören wollten.”

Neben Griechenland und Portugal zählt Spanien zu den finanzschwächsten Mitgliedern der Eurozone. Spanische Banken liehen sich allein im Juni rund 136,5 Milliarden Euro von der EZB, nach 105,5 Milliarden im Mai. Analysten sagten, dies zeige die große Abhängigkeit des spanischen Finanzsektors von der EZB. Vor allem kleinere Banken haben Schwierigkeiten, sich auf dem Markt zu behaupten.