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BP unternimmt neuen Anlauf zur Eindämmung der Ölpest

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BP unternimmt neuen Anlauf zur Eindämmung der Ölpest

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Der BP-Konzern hat erneut Anlauf genommen, das ausströmende Öl im Golf von Mexiko in den Griff zu bekommen. Das Unternehmen begann in der Nacht zum Donnerstag mit einem kritischen Belastungstest für eine neue Abdichtung. In einem ersten Schritt wurde eine von mehreren Öffnungen des 68 Tonnen schweren Zylinders geschlossen, teilte das Unternehmen mit. Die Testreihe, bei der es um Druckmessungen geht, könne bis zu 48 Stunden dauern. US-Krisenmanager Thad Allen sagte, es könne eine wunderbare Nachricht sein, wenn man das Leck schließen könne, aber so weit sei man nicht. Nach seiner Auffassung müsse man übervorsichtig sein. Er wolle keine falschen Hoffnungen wecken, dass man das Leck schließen könne, bevor man nicht die Testergebnisse und seismologische Daten über den Meeresgrund habe.

BP hatte die neue Abdichtung am Montag in Millimeterarbeit über dem Bohrloch angebracht. Sie hat drei Öffnungen, die nach und nach geschlossen werden sollen. Bei der Explosion der Bohrinsel “Deepwater Horizon” waren im April elf Menschen ums Leben gekommen. Seither strömen aus dem offenen Bohrloch täglich tausende Tonnen Rohöl ins Meer.