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Chinas Wirtschaft bremst sich ein

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Chinas Wirtschaft bremst sich ein

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Das chinesische Wirtschaftswachstum hat sich im zweiten Quartal deutlich verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs bis Juni um 10,3 Prozent und damit weniger stark als in den Quartalen davor. Dafür verantwortlich ist einerseits die Schuldenkrise in Europa, die auf das chinesische Exportgeschäft drückt. Andererseits sorgten auch Maßnahmen aus Peking für die Verlangsamung, etwa eine Einschränkung der Kreditvergabe für Hauskäufe.

Und auch der chinesische Bankensektor könnte in Schwierigkeiten kommen. Viele Institute, so auch die Agricultural Bank of China, leiden unter zweifelhaften Krediten. “Die Regierung plant strengere Kontrollen, erklärt Analyst Wang Tuosha, “vor allem im Immobiliensektor, aber wenn die Grundpreise sinken, wird sich das auf die Banken negativ auswirken, es wird die faulen Kredite offenkundig machen. Die Banken prüfen gerade, wieviele fragwürdige Kredite sie vergeben haben.”

Das lang erwartete Börsendebüt der AgBank in Shanghai fiel jedenfalls enttäuschend aus. Die Aktie legte nur gerüngfügig zu. Nun kann die Bank nur mehr auf den Börsenstart in Hongkong am Freitag hoffen.