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Griechen streiken erneut gegen Sparpläne

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Griechen streiken erneut gegen Sparpläne

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Wieder einmal herrscht Leere auf Griechenlands Flughäfen, in Krankenhäusern werden nur Notfälle versorgt, zahlreiche Behörden bleiben geschlossen. Einen Vormittag lang streiken und demonstrieren Beamte und Staatsangestellte, aus Protest gegen die Sparpläne der Regierung.

“Die Fluglotsen tun sich und Griechenland keinen Gefallen”, sagt ein Urlauber. “Das hilft nicht der Wirtschaft, die Touristen bleiben aus und bringen kein Geld. Ich komme seit zwanzig Jahren hierher, jedes Jahr fast drei Monate: Aber jetzt überlege ich mir das.”

Die Demonstranten sind vor das Parlament gezogen: Drinnen geht es um ihre Renten. “Wir sagen denen zum letzten Mal, wir wollen das nicht”,
meint ein Gewerkschaftsführer. “Das ist eine Bankrottpolitik, sie bietet keinen Ausweg. Jetzt bereiten wir die nächste Schlacht vor, und im September werden die Leute wieder aufstehen und demonstrieren.”

Allerdings ist die Rente mit 65 für die Staatsbediensteten jetzt im wesentlichen beschlossene Sache. Die Regierung hat bisher alle ihre Sparpläne durchgesetzt: So ist auch das Rentenalter für die Privatwirtschaft schon angehoben worden.

Grund für diese Maßnahmen ist Griechenlands extrem hohe Verschuldung. Bis Ende 2012 muss das
Land 30 Milliarden Euro sparen.