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Iran: Entführter Forscher beschuldigt USA

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Iran: Entführter Forscher beschuldigt USA

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Scharam Amiri ist zurück in seiner Heimat – aber die Rätsel rund um seinen Fall sind damit noch lange nicht gelöst.

Vor über einem Jahr verschwand der iranische Atomphysiker und tauchte in den USA auf: Laut Iran
wurde Amiri bei einer Wallfahrt nach Mekka entführt, den USA zufolge war er einfach ein Überläufer.

Er selbst hat im Internet widersprüchliche Angaben gemacht. Jetzt, nach seiner Rückkehr, sagt er aber, er sei von der CIA entführt und die ersten zwei Monate psychisch gefoltert worden. Über die Aussagen von Hillary Clinton, die doch so für die Menschenrechte sei, könne er sich nur wundern, sagt Amiri: Er könne beweisen, dass er in den USA nie frei war, dass er mit niemandem sprechen durfte und von bewaffneten CIA-Leuten bewacht wurde.

Amiri hatte sich Anfang der Woche überraschend bei der pakistanischen Botschaft gemeldet, wo auch Iraner arbeiten: Iran hat in Washington keine eigene Botschaft. Amerikas Außenministerin sagte danach, Amiri sei aus freien Stücken gekommen und könne auch jederzeit wieder gehen; es sei seine Entscheidung.

Die Washington Post schreibt inzwischen, die CIA habe Amiri mehr als fünf Millionen Dollar gezahlt, für Informationen über Irans Atomprogramm.