Eilmeldung

Eilmeldung

Kubanische Dissidenten besorgt um ihren Status

Sie lesen gerade:

Kubanische Dissidenten besorgt um ihren Status

Schriftgrösse Aa Aa

Die Freilassung der politischen Häftlinge in Kuba kommt offenbar ins Stocken, denn nicht alle wollen ihre Heimat verlassen. Mindestens fünf haben ihre Ausweisung abgelehnt. Auch die bereits in Spanien angekommenen kubanischen Dissidenten wissen nicht so recht, wie es weiter gehen soll. Ihr Status sei unklar, klagen sie.

Der ehemalige politische Gefangene Julio Cesar Galvez erklärte: “Wenn wir irgendwann in unsere Heimat zurückwollen, auf unsere Insel, auf der wir geboren sind, dann müssen wir bei der kubanischen Regierung eine Erlaubnis einholen. Wir sind nicht frei, wir sind auch keine Migranten. Wir sind also Flüchtlinge und müssen Spanien danken, dass es uns aufgenommen hat.”

Ein anderer des Dissidenten, Ricardo Gonzalez, findet, man solle die, die auf Kuba bleiben wollen, einfach auf Kuba lassen. Er sagte: “Warum lassen sie die, die noch in kubanischen Gefängnissen sind, nicht frei, indem sie einfach die Türen aufsperren?”

Am Dienstag waren die ersten sieben Freigelassenen in Spanien angekommen. Am Mittwoch kamen noch einmal zwei Ex-Gefangene in Madrid an.

Spanien hat sich bereiterklärt, in den
kommenden Wochen bis zu 20 freigelassene kubanische Dissidenten aufzunehmen.