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Kubanischer Dissident spricht von "Chance zum Wandel" durch Raul Castro

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Kubanischer Dissident spricht von "Chance zum Wandel" durch Raul Castro

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Auch Pablo Pacheco Avila wurde am 18. März 2003 festgenommen. Der heute 40-jährige Journalist arbeitete für eine inoffizielle Presseagentur und wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt. Zwölf Quadratmeter groß war seine Zelle, erstmals durfte er in diesem Jahr seine Familie wiedersehen. Jetzt ist auch er in Madrid. Euronews fragte ihn nach den politischen Hintergründen für seine Ausweisung: “Die Beweise für meine Verurteilung in Kuba waren: eine Schreibmaschine, Baujahr 1950 oder so”, sagt er, “ein Aufzeichungsgerät, Stifte, Anschuldigungen, ein Faxgerät, weiße Blätter, Bücher – die meisten von ihnen über Journalismus. Ein Kurzwellenradio. Das war alles, was ich hatte, das waren die Beweise.” Auf die Frage von euronews-Korrespondent Enrique Barrueco, ob er glaube, dass der Wechsel von Fidel zu Raul Castro als Präsident irgendeine Bedeutung für seine Freilassung gehabt habe, antwortete Pacheco: “Ich denke ja. Wenn Fidel Castro noch an der Macht wäre, dann wäre dieses Interview nicht möglich gewesen. Ich denke Raul könnte derjenige werden, der den Wechsel für Kuba bringt und einen Schritt aus dem Schatten seines Bruders heraus macht. Ich denke, er hat sein ganzes Leben im Schatten seines Bruders verbracht.”