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Schuss in Fuß: Schuldspruch für israelische Soldaten

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Schuss in Fuß: Schuldspruch für israelische Soldaten

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In Israel sind ein früherer Wehrpflichtiger und sein Vorgesetzter schuldig gesprochen worden, der Soldat einem Palästinenser aus nächster Nähe in den Fuß geschossen hatte. Das Verhalten sei unangemessen, hatte ein Militärgericht bereits Ende vergangenen Jahres geurteilt. Nach Protesten von Menschenrechtsgruppen war die Anklage erweitert worden. Der Soldaten habe seine Waffe illegal eingesetzt, urteilte nun das Gericht, der Vorgesetzte habe sich für einen Kommandierenden ungeeignet verhalten. Das Strafmaß muss das Militärgericht noch festlegen, der Vorgesetzte wurde versetzt.

Die israelische Menschenrechtsgruppe B’Tselem hatte vor zwei Jahren ein Video des Vorfalls veröffentlicht. Darin ist zu sehen, wie ein palästinensischer Demonstrant im Westjordanland, mit Augen verbunden, auf Hebräisch verhört wird und auf Arabisch antwortet. Dann schießt ihm der Soldat mit einem Gummigeschoss in den Fuss. Der Palästinenser wurde dabei leicht verletzt. Er klagt auf Schadensersatz,