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Wodka und Wasser: 1500 Russen ertrinken in Seen

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Wodka und Wasser: 1500 Russen ertrinken in Seen

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Russland wird von einer Rekord-Hitze heimgesucht. Seit Beginn der Aufzeichnung der Wetterdaten vor 130 Jahren war es noch nie so lange so heiß und so trocken. Die Abkühlung aber endet für viele Russen tödlich. Der Chef des staatlichen Gesundheitsamts schlug einen verbindlichen Mittagsschlaf vor. Einer Umfrage zufolge findet das jeder zweite Russe eine gute Idee.

Viele springen in Flüsse und Seen, zu oft aber ist Alkohol im Spiel. Seit Beginn des Sommers ertranken in Russland 1500 Menschen. 95 Prozent derer hätten sich abseits von beaufsichtigten Stränden und Badestellen erfrischt, und viele seien betrunken gewesen, warnte ein hoher Beamter des Ministeriums für Katastrophenschutz. Kinder seien vor allem ertrunken, weil Eltern sie nicht ordentlich beaufsichtigt hätten.

Am Wochenende, sagen Meteorologen voraus, könnte in Moskau der Temperaturrekord von 36,6 Grad überschritten werden. In 16 Regionen wurde der Notstand ausgerufen. Auf einer Fläche so groß wie Portugal hat die Hitzewelle große Teile der Ernte zerstört.

Die Regierung hat den betroffenen Bauern Hilfen versprochen, die Landwirte fordern umgerechnet eine Milliarde Euro Zuschüsse und Notkredite. Der viertgrößte Getreideexporteur muss aber laut Angaben aus dem Kreml kein Getreide einführen, die Vorratsilos seien gut gefüllt.